Eckarts – "Thüngensches Erbe" am Ufer der Sinn

Ortseingang von Eckarts Gerade mal eine Hauptstraße führt nach Eckarts – und hier endet sie auch. Wer aber denkt, mit dem Leben würde es sich hier genauso verhalten, der irrt.

Die Anfänge des Ortes wurden im Jahre 1439 gelegt. Seinerzeit bestand Eckarts nur aus wenigen Höfen und wurde durch Kaufurkunde in den Zehnt der Barone von Thüngen aufgenommen. Das im Norden Frankens ansässige Adelsgeschlecht hat über Jahrhunderte hinweg das Geschehen in und um Eckarts entscheidend beeinflusst. So nahmen sie auch maßgeblich Anteil am Bau der protestantischen Kirche im Jahre 1756. Die Glocken der Kirche wurden bis Ende 1999 noch manuell geläutet. Erst dann erfolgte eine Umstellung auf ein elektronisches Läutesystem.

Kirche in Eckarts Nach dem ersten Weltkrieg entstand aus Rupboden, Eckarts und Schmidthof eine eigenständige Gemeinde. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform 1978 wurde diese in die Großgemeinde Zeitlofs integriert. Heute zählt Eckarts knapp 300 Einwohner und besteht aus einem gewachsenen alten Ortskern sowie einem Neubaugebiet, das direkt an Wernarz anschließt. Auch auf dem politischem Parkett konnte der Ort bereits punkten: Mitte der 70iger Jahre lenkte der aus Eckarts stammende Reinhard Hähnlein als Landrat die Geschicke des Landkreises Bad Kissingen.

Das Vereinsleben im Ort beschränkt sich auf eine Freiwillige Feuerwehr, in der viele Bewohner aktiv tätig sind. Eine ganze Reihe kleinerer lokaler Betriebe und Handwerker schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze. Besonders erwähnenswert ist die Gaststätte "Zum schwarzen Ross": Sie befindet sich seit über 250 Jahren in Familienbesitz. Eine Tradition, die sich bereits weit über die Ortsgrenzen hinaus herumgesprochen hat.


Letzte Aktualisierung: 1. September 2003